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Projekt-Kurzinformation: Oberstufenschüler stehen jüngeren Schülern als Buddies, d.h. Ratgeber, Bezugspersonen, Freunde und Streitschlichter im Schulalltag zur Verfügung. So sollen potentielle Konfliktanlässe abgefangen bzw. vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen bzw. im Akutfall die eigenverantwortliche Suche von Lösungsstrategien unter der Anleitung von Streitschlichter-Buddies erleichtert werden. Projektbeschreibung: In Schulen arbeiten viele verschiedene Menschen unterschiedlicher Altersgruppen auf engem Raum zusammen. Die dabei entstehenden Konflikte belasten das Schulklima, machen im Stillen krank, treten offen zutage, eskalieren schlimmstenfalls. Je weniger die Beteiligten fähig sind, mit solchen Konflikten umzugehen, umso schneller eskalieren diese. Ein möglicher Lösungsansatz ist die Mediation, die Vermittlung zwischen Konfliktparteien. Bei Konflikten unter Schülern können entsprechend ausgebildete MitschülerInnen als Vermittler auftreten, um die Konfliktparteien in der Regelung ihrer Auseinandersetzung zu unterstützen. Die Vorteile von Peer Education sind erhöhte Akzeptanz, Förderung der Selbstsicherheit, Entscheidungsverantwortung. Um diesem Ansatz die nötige Breite und vor allem Verankerung im Schulalltag zu geben, wird von den Eingangsklassen „bottom-up“ begonnen, das Gesprächsklima in positiver Weise zu fördern, indem ältere Schüler sich jüngerer annehmen und sie durch den Schulalltag begleiten. Dafür wurden zu Schulschluss 2007 30 am Konzept interessierte 15-jährige SchülerInnen in den Prinzipien der Peer Education, im Umgang mit Streitszenarien, Interventionsmöglichkeiten und streitvermeidender Kommunikation geschult, um ab dem Schulbeginn 2007/2008 als sogenannte „Buddies“ (Englisch für Orientierungshilfe, Bezugsperson, Ratgeber, Freund) eingesetzt zu werden. Sie begrüßten die neuen Erstklässler in der ersten Woche, zeigten ihnen Schulhaus, erklärten ihnen die Hausordnung und stehen ihnen mit Rat und Tat in den großen Pausen zur Verfügung. So bekommen die älteren Schüler einen guten Überblick, wie sich die Erstklässler zurechtfinden und wenn kleine Probleme auftreten, werden Lösungen gesucht. In regelmäßigen Abständen werden die Buddies auch in den Klassenvorstandsstunden zu gewaltpräventiven Themenschwerpunkten eingesetzt. Sie gestalten dann mit den Erstklässlern ganze Schulstunden zu Themen wie dem richtigen Umgang mit Wut und Aggression, Lösungsstrategien bei Streitfällen und gewaltfreier Kommunikation. Durch den häufigen Kontakt von älteren und jüngeren Schülern im Alltag und auch die gewaltpräventiven Themenschwerpunkte können schon viele potentielle Konfliktanlässe vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen. Zusätzlich bildeten wir einen Großteil unserer „Buddies“ zu Peer-Mediatoren (Streitschlichter) aus, die seit April 2008 eingesetzt werden. Sie stehen Konfliktpartnern unter vertraulichen Rahmenbedingungen bei der Suche nach Lösungsstrategien zur Seite. Mit diesem 2-stufigen Peer Education Projekt wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des Gesprächsklimas an unserer Schule geleistet und damit eine wesentliche Möglichkeit eröffnet, der zunehmenderen Gewaltbereitschaft unter den SchülerInnen Einhalt zu gebieten. Zeitungsbericht:< "Wenn Große Kleinen helfen". Kleine Zeitung 6. April 2008, Seite 38 Projektleitung: Projektidee und Struktur adaptiert aus: |